
Blog 2026-04-21
In meiner Coachingpraxis passiert etwas Spannendes.
Fast jedes zweite Coaching nimmt nach etwa 30 Minuten eine unerwartete Wendung.
Wir starten mit dem sogenannten „Präsentierproblem“ – dem Thema, das jemand mitbringt, das vordergründig drückt, das scheinbar gelöst werden will. Doch dann, ganz leise oder manchmal auch plötzlich und klar, taucht die eigentliche Frage auf:
Wofür bin ich in dieser Welt? Was ist meine Mission?
Eine grosse Frage. Und eine, die selten ganz ruhig lässt. Manche Menschen können sie erstaunlich klar beantworten.
Sie wollen ein gutes Einkommen, ein schönes Leben, eingebettet in eine liebevolle Familie. Ein Zuhause, in dem Harmonie und Lebensfreude spürbar sind.
Andere orientieren sich an ihren Stärken.
Sie wollen ihr mathematisches Talent entfalten, ihre Führungskraft in einem Unternehmen wirksam einsetzen, ihre Kreativität leben oder ihre Familie ins Zentrum stellen. Und dann gibt es jene – und das sind viele – die plötzlich merken:
Das, was sie leben, passt nicht mehr.
Wie eine Jeans, die einmal perfekt sass und jetzt unbequem geworden ist.
Sie zwickt. Sie engt ein. Sie fühlt sich einfach nicht mehr richtig an.
Da ist die Journalistin, die brillante Texte schreibt – und sich fragt, ob sie mehr bewirken möchte als für einen kurzen Moment Aufmerksamkeit zu erzeugen.
Da ist die Person im Bildungsbereich, die Kursleitende evaluiert und sich fragt, ob das wirklich einen Unterschied macht.
Oder die HR-Fachfrau, die Löhne berechnet und Verwarnungsgespräche führt – und sich leise fragt: Ist es das wirklich?
Manchmal kommt im Leben genau dieser Punkt.
Der Moment, in dem klar wird: Es ist Zeit. Zeit auszusteigen.
Umzusteigen.
Oder quer einzusteigen.
Nicht einfach weg von etwas – sondern hin zu etwas, das wieder passt.
Wie die richtige Hose: passender Schnitt, stimmiger Stoff, ein gutes Gefühl.
Viele dieser Menschen landen bei uns.
Sie entscheiden sich für den Lehrgang „Zertifikat Berufsbeistandschaft“.
32 Tage, verteilt auf fundierte gesetzliche Grundlagen und intensive Beratungskompetenz, eröffnen einen echten Quereinstieg in ein sinnhaftes Berufsfeld. Die häufigste Frage, die wir hören: „Bekomme ich nach der Ausbildung wirklich einen Job?“
Unsere Antwort ist ehrlich – und gleichzeitig ermutigend:
Wir bilden dich fundiert und praxisnah aus.
Wir unterstützen dich in deinen Bewerbungsprozessen.
Aber garantieren können wir nichts.
Und gleichzeitig zeigt unsere Erfahrung etwas sehr Klareres:
Alle, die wirklich wollten, haben ihren Platz gefunden.
Der Journalist hat vor einem Monat seine Stelle angetreten.
Die HR-Fachfrau und ein Ausbildungsbetreuer haben sich bereits während der Ausbildung beworben – und konnten noch währenddessen starten.
Ja, es funktioniert.
Und ja, es braucht Einsatz.
Du schreibst Bewerbungen.
Du führst Gespräche.
Du gehst durch Assessments.
Und dann trittst du in ein Berufsfeld ein, das dich fordert – und erfüllt.
Als Berufsbeistand arbeitest du mit Menschen in herausfordernden Lebenssituationen.
Oft nicht freiwillig. Oft im Zwangskontext. Oft mit Widerstand.
Auch darauf bereiten wir dich vor.
Denn genau darin liegt die Tiefe dieses Berufs:
Du kannst einen echten Unterschied machen.
Du kannst Halt geben, Orientierung schaffen, Entwicklung ermöglichen.
Und vielleicht – ganz vielleicht – ist genau das eine Antwort auf diese grosse Frage:
Wofür bin ich in dieser Welt?
Herzliche Inspirationsgrüsse
Maya Onken
Onken Academy
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